top of page

Ram wird immer teurer


Die neue Speicherkrise: Wenn der PC-Upgrade zum Luxusgut wird

Wer aktuell plant, seinen treuen Rechenknecht aufzurüsten, reibt sich verwundert die Augen. Nachdem die Preise für Arbeitsspeicher (RAM) und SSDs Ende 2023 einen historischen Tiefstand erreicht hatten, zeigt die Kurve seit Monaten steil nach oben. Was Experten als „Speicherkrise“ bezeichnen, trifft vor allem eine Gruppe hart: Die Budget-Aufrüster.


Warum steigen die Preise?

Die Ursache ist eine Mischung aus Marktstrategie und technologischem Wandel:

  1. Künstliche Verknappung: Große Hersteller wie Samsung und SK Hynix haben ihre Produktion gedrosselt, um das Überangebot des Vorjahres abzubauen und die Gewinnmargen zu stabilisieren.

  2. Der KI-Boom: Die enorme Nachfrage nach Hochleistungsspeicher (HBM) für KI-Server bindet Produktionskapazitäten, die früher für den Consumer-Markt (DDR4/DDR5) genutzt wurden.

  3. Technologiewechsel: Die Umstellung von DDR4 auf DDR5 verteuert die Produktion, während die „alten“ Bestände langsam zur Neige gehen.


Die Auswirkungen auf den „Low-Budget-Build“

Für Nutzer, die nur 200 bis 400 Euro für ein Upgrade eingeplant haben, verschieben sich die Prioritäten massiv. Kostete eine solide 1-TB-NVMe-SSD vor kurzem noch etwa 45 Euro, muss man heute oft 70 bis 90 Euro einplanen.

Das Problem: Diese 30 bis 40 Euro Differenz fehlen an anderer Stelle – etwa bei der Grafikkarte oder dem Prozessor. Wo früher 32 GB RAM zum Standard für Budget-Systeme wurden, müssen viele nun wieder auf 16 GB zurückgreifen, um im Preisrahmen zu bleiben.


Überlebensstrategie: Tipps für Sparfüchse

Trotz der Krise gibt es Wege, die Leistung zu steigern, ohne das Konto zu sprengen.

1. Gebrauchtmarkt statt Neuware

Speicherriegel (RAM) gehören zu den langlebigsten Komponenten im PC. Es gibt kaum Verschleiß. Wer auf Plattformen wie eBay oder Kleinanzeigen nach DDR4-Kits sucht, kann oft 50% gegenüber dem Neupreis sparen. Hinweis: Bei SSDs ist Vorsicht geboten, da diese eine begrenzte Lebensdauer (Schreibzyklen) haben.

2. Priorisierung: Geschwindigkeit vs. Kapazität

Für Gamer ist die Kapazität oft wichtiger als die maximale Geschwindigkeit.

  • RAM: Lieber 16 GB mit soliden 3200 MHz als 8 GB „High-End“-Speicher.

  • SSD: Eine SATA-SSD ist im Alltag kaum langsamer als eine teure PCIe 4.0 NVMe, kostet aber oft deutlich weniger.

3. „Salami-Taktik“ beim Aufrüsten

Anstatt alles auf einmal zu kaufen, lohnt es sich, den Markt zu beobachten.

  • Behalte die Mindstar-Angebote oder MyDealz im Auge.

  • Rüste zuerst das Teil auf, das den größten Flaschenhals bildet (meist die SSD, wenn noch eine alte HDD verbaut ist).


Fazit: Geduld ist die wichtigste Hardware

Die Speicherkrise zwingt uns dazu, wieder bewusster einzukaufen. Während High-End-Enthusiasten die Preiserhöhungen oft wegatmen, müssen Budget-Aufrüster kreativ werden. Die gute Nachricht: Auch mit etwas teurerem Speicher bleibt das Aufrüsten eines alten PCs in der Regel deutlich günstiger als ein Neukauf.

Pro-Tipp: Wer noch auf DDR4 setzt, sollte eher früher als später zuschlagen. Die Produktion wird weiter sinken, was die Preise für den "alten" Standard langfristig eher steigen als fallen lässt.


*Dieser Beitrag wurde zur Recherche-Vereinfachung mittels eines Promts in Gemini erstellt und bildet inhaltlich die aktuelle Situation ab.

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page